DAV Illertissen

Geschichte der Schwarzenberghütte

1940er Jahre: einfache Unterkunft

Nach dem 2. Weltkrieg war die Schwarzenberghütte noch eine (ehemalige) Bergstation einer Materialseilbahn, die dann von bergbegeisterten Idealisten zu einer einfachen Unterkunft ausgebaut wurde.

Jahrzehnte von 1950 bis 1990: kontinuierliche Verbesserungen

In den folgenden Jahrzehnten verbesserten meist Sektionsmitglieder die Hütte in Eigenleistung. Im Jahr 1970 wurde ein bestehender Forstweg zur Hütte hin verlängert und das erste Diesel-Aggregat für die Stromversorgung per Hubschrauber zur Hütte transportiert. Dadurch konnte die gefährliche Gaslichtbeleuchtung entfernt werden.

1990 bis 2014: Generalsanierung

In den 1990er Jahren investierte die Sektion in den Bau einer biologischen Kläranlage. Eine umfangreiche Generalsanierung der Schwarzenberghütte begann im Jahr 1999. Bestehende Gebäudeteile wurden modernisiert und neue kamen hinzu. Auch die Versorgung der Hütte mit elektrischer Energie konnte durch die Installation eines mit Flüssiggas betriebenen Blockheizkraftwerks verbessert werden. Dieses BHKW erzeugte bis 2014 über 31.000 Stunden Elektrizität.

2014: Elektrizität in der Schwarzenberghütte

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen des Ausbaus des digitalen Behördenfunks in Bayern (BOS) in der Nähe der Schwarzenberghütte ein Funkmast errichtet, der elektrische Energie benötigte. Weil auch andere Sennhütten und Häuser im Hintersteiner Tal immer noch auf Dieselkraftwerke angewiesen waren, begannen im Frühjahr 2014 – nach umfangreichen Gesprächen und Verhandlungen – die Bauarbeiten zur Elektrifizierung. Die dabei gebaute Leitung führt vom Wasserkraftwerk Auele ins Obertal bis in die Nähe der Alpe Laufbichel. Etwa 9000 m 20-KV- und ca. 1000 m 1-KV-Kabel wurden verlegt, 4 Trafostationen aufgestellt und Übergabestellen an den 8 Gebäuden installiert. Die Schwarzenberghütte ging am 30. Oktober 2014 ans Netz.

Schwarzenberghütte